Dein Weinprofil
Leicht Kräftig
Rund Tanninreich
Süss Frisch

Dein Geschmacks-Kompass

Für mich ist Wein eine Frage der Ausgewogenheit und Diplomatie. Ich mag es nicht, wenn ein Element zu sehr in den Vordergrund tritt: weder zu viel Säure noch zu viel Kraft. Ich suche die „Komfortzone“, diesen Moment, in dem der Wein seidig ist wie ein alter Kaschmirpullover. Er ist der ideale Begleiter, der sich sowohl dem Essen als auch dem Gespräch anpassen kann.

Du schätzt diese Regionen & Rebsorten:

Gamay aus dem Beaujolais / Moderner Orange Wine / Rosé aus der Provence / Gereifter Pinot Noir / Saignée-Rosé / Syrah von der Rhône / Chasselas auf der Hefe / Cabernet Franc von der Loire / Gereifter Chardonnay / Bordeaux / Weißwein aus dem Elsass / Nebbiolo aus dem Piemont / Traditioneller Champagner / Toskanischer Sangiovese / Ungedoser Champagner / Tempranillo aus Spanien

Wir wissen, dass dein Leben nicht in eine einzige Schublade passt. Zwischen einem spontanen Aperitif in der Sonne, einem romantischen Abendessen oder einem plötzlichen Wunsch, deine Gewohnheiten zu ändern, ändern sich deine Bedürfnisse.

Dein Profil ist unsere Diskussionsgrundlage, nicht eine in Stein gemeisselte Regel. Bei Karafe passen wir deine Auswahl jede Woche an, damit sie so gut wie möglich zu deinem Geschmack passt, indem wir systematisch Neues entdecken und einige Überraschungen bereithalten, mit denen du nicht gerechnet hast!

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Deine Auswahl an Geheimtipps

Maison Damiano - Côtes du Rhône Rot 2024

💚 Warum du es lieben wirst

Fruchtig
Würzig
Bio

«Der Schlüssel zur Maison Damiano: ein Côtes du Rhône ohne Schminke und ohne Holz, einfach Frucht, die knackt, und Pfeffer, der aufweckt. Der Rotwein für jeden Moment lässt die Augenbrauen hochziehen.» Charles

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Genaue Appellation: Côtes du Rhône AOP

Rebsorte(n): Grenache Noir, Mourvèdre

Vinifikation & Ausbau: Eine Assemblage der Maison Damiano aus Trauben befreundeter Winzer im Vaucluse. Der Ausbau erfolgt ausschliesslich im Betontank, um die Reinheit der Frucht zu bewahren.

Region: Rhonetal (südliches Rhonetal)

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein Lammtajine mit Pflaumen und gerösteten Mandeln, ein Schweinenacken mit Paprika von der Plancha, eine selbstgemachte Pizza oder, typisch waadtländisch, ein Papet aux poireaux mit Saucisse aux choux.

Weintyp: Trocken

Land: Frankreich

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026 - 2029

Serviertipp: In der Flasche servieren

Serviertemperatur: 14° - 15°

Format: 75 cl

Ein intensives Rubinrot mit violetten Reflexen, die seine Jugend verraten. In der Nase duftet er nach frisch gepflückten Brombeeren vom Wegrand, frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer und den Kräutern der Garrigue in der Sonne. Am Gaumen hat er Biss: Das Fruchtbild ist saftig und fleischig, die Textur gleitet samtig über die Zunge. Kein Holz beschwert ihn – der Wein ist im Betontank gereift und behält seine ganze Energie. Eine salzige Note hebt den Abgang und macht Lust, das Glas gleich wieder zu füllen. Ein frischer, lebendiger Côtes du Rhône, weit entfernt von den schweren, warmen Rotweinen des Südens.

Romain Damiano hat jahrelang als technischer Leiter im Rhonetal gearbeitet. Eines Tages wollte er eigene Weine unterschreiben. Statt selbst Reben zu kaufen, klopfte er bei Winzern an, die er bewundert – sie bringen ihr Terroir und ihre Trauben ein, er seine Ideen für Assemblage und Ausbau. So entstand die Maison Damiano, ein kleiner Négoce-Betrieb mit Sitz in Gigondas, der die Rhone von Süd nach Nord durchstreift, von Vacqueyras bis Saint-Péray. Im Keller stehen Tonkrüge und Steinzeug-Eiertanks neben Amphoren und 400-Liter-Fässern. Die Kollektion liest sich wie der Grundriss eines Hauses: Der Côtes du Rhône Rouge ist der Schlüssel, der Red-ish das Vorzimmer, der Crozes-Hermitage Rouge das tragende Gebälk, der White Monarch die lichtdurchflutete Küche. Die Cuvée Pénates et Lares trägt den Namen der römischen Hausgötter – eine Hommage an die Gründer. Ein junges Haus, das sich Stück für Stück aufbaut, Flasche für Flasche.

Domaine Penloup Vincent Graenicher - Pinot Noir Réserve La Côte Rot 2024

💚 Warum du es lieben wirst

Fein holzig
Fruchtig
Bio

«Ein Parzellenwein aus alten Reben, Le Creux, auf den Höhen von Tartegnin. Ein Pinot, der seinem Namen alle Ehre macht, mit der Finesse eines Burgunders und dem Preis eines Waadtländer Weins. Rar und diskret, wie sein Winzer.» Charles

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Genaue Appellation: La Côte AOC (Tartegnin, Waadt)

Rebsorte(n): 100% Pinot Noir

Vinifikation & Ausbau: Trauben von der alten Rebparzelle «Le Creux», auf den Höhen von Tartegnin. Lese von Hand. Kalte Vorgärmazeration zur schonenden Extraktion der Aromen. 12 Monate Ausbau im Barrique, mit einem gemessenen Anteil neuem Holz (30% bei den jüngeren Jahrgängen). Reduzierte Filtration, Zusätze auf ein Minimum beschränkt.

Region: Waadt, La Côte

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein blutiges Stück Rindfleisch, ein Kalbskotelett mit Kräutern, ein Risotto mit Steinpilzen. Er meistert aber auch ein sonntägliches Brathähnchen und einen lauwarmen Linsensalat mit Bravour.

Weintyp: trocken

Land: Schweiz

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026 - 2030

Serviertipp: Eine Stunde dekantieren

Serviertemperatur: 15° - 16°

Format: 75 cl

Kirschrote Robe mit violetten Reflexen, klar und mit lebhaftem Glanz im Glas. Die Nase zeigt sich fein und zurückhaltend: reife Kirsche, eine Spur Waldhimbeere, ein Hauch Unterholz, sanft unterlegt vom neuen Holz der jüngeren Jahrgänge. Der Gaumen ist geradlinig und elegant, mit feinkörnigem Tannin und einer lebendigen Säure – beides erinnert an einen Burgunder. Die kalte Vorgärmazeration bringt Frucht und Frische, ohne die Struktur zu beschweren. Der Abgang ist lang und würzig, mit einer feinen mineralischen Note. Ein diskreter, ernsthafter Pinot Noir von den alten Reben von «Le Creux».

Tartegnin, oberhalb des Dorfes, mit Blick auf den Genfersee. 3,2 Hektar, die Hans-Ruedi Graenicher ab 1983 aufgebaut hat und die heute sein Sohn Vincent weiterführt. Neun Rebsorten leben hier nebeneinander, werden parzellenweise bearbeitet und vinifiziert, im Tank, in der Amphore oder im Barrique ausgebaut – je nachdem, was die Traube verlangt. Vincent Graenicher bewirtschaftet drei benachbarte Weingüter zwischen Tartegnin und Mont-sur-Rolle und weigert sich, alles zu zentralisieren: die Weisspresse hier, die Gärung dort, die Barriques anderswo. Zum Bio-Anbau kam er über den Gaumen, beim Trinken lebendiger Weine, bevor er 2021 die Zertifizierung erhielt. Die Biodynamie ist die logische Folge. Laubarbeiten und Lese von Hand, auf das Wesentliche reduzierte Vinifikation, Filtration und Zusätze auf ein striktes Minimum beschränkt. Bei Penloup wird die waadtländische Tradition durcheinandergewirbelt: Gesucht werden hier moderne, eigenständige, trinkfreudige Weine. Gault&Millau kürte ihn für 2027 zur Entdeckung des Jahres (Rookie).

Cascina Galarin - Langhe Arneis Weiss 2025

💚 Warum du es lieben wirst

Blumig
Lebendig
Bio

«Auf Piemontesisch bezeichnet ‹arneis› einen schwierigen Charakter, einen Frechdachs. Die Rebsorte trägt ihren Namen zu Recht – und dieser hier hat fast einen Monat lang ganz sanft vor sich hin gegärt, bis man ihn vergessen hat. Kein Holz, kein Schminken, nur Birne und eine salzige Seite, die ihn zu einer Art piemontesischem Muscadet macht!» Charles

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Genaue Appellation: Langhe DOC Arneis

Rebsorte(n): 100% Arneis

Vinifikation & Ausbau: Die Trauben werden von Hand selektioniert. Nach dem Abbeeren und Pressen klärt sich der Most auf natürliche Weise. Die alkoholische Gärung erfolgt in Edelstahltanks bei tiefer Temperatur zwischen 14 und 16°C und dauert fast einen Monat. Bis zur Abfüllung bleibt der Wein auf seiner Gärungshefe, mit wöchentlichem Aufrühren (Bâtonnage). Kein Holzausbau. Die Reben stehen in der Gemeinde Guarene auf Kalkböden, Ostexposition, 250 Meter über Meer, im Guyot-Schnitt erzogen, mit einer Dichte von 4'000 bis 5'000 Stöcken pro Hektar.

Region: Piemont

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Pur als Aperitif, oder zu rohem Fisch, Meeresfrüchte-Antipasti oder einer Sushi-Platte. Auch zu Vitello tonnato, einem knackigen Salat oder einem Weichkäse macht er eine gute Figur.

Weintyp: trocken

Land: Italien

Farbe: Weiss

Trinkreife: 2026 - 2029

Serviertipp: In der Flasche servieren

Serviertemperatur: 8° - 10°

Format: 75 cl

Glänzendes Strohgelb mit grünen Reflexen – die Farbe eines Weissen, der nie ein Holzfass gesehen hat.

Nase: reife Birne und weisse Blüten, dazu ein Hauch exotischer Früchte und die frische Mandelnote, die typisch für Arneis ist.

Gaumen: straff, klar, direkt. Die langsame Gärung bei tiefer Temperatur – fast einen Monat lang – bewahrt die Frucht, und das wöchentliche Aufrühren der Gärungshefe gibt genau so viel Fülle, dass der Wein nicht mager wirkt.

Abgang: salzig, lang, mit einer edlen Mandelbitterkeit ganz am Schluss, die nach Austern oder rohem Fisch ruft. Ein cleverer Trinkwein ohne jeden Schnickschnack.

Alles beginnt Ende des 18. Jahrhunderts in Castagnole delle Lanze, zwischen Langhe und Monferrato. Die Vorfahren der Familie Carosso bauen den Hof Stein für Stein auf und schnitzen einen Hahn in die Holztür des Kellers. Dieser Hahn ist zum Logo des Hauses geworden – und Galarin ist der Spitzname, den die Familie seit jeher trägt. Das Weingut bewirtschaftet seine Reben bereits seit 1781, doch erst Ende der 1980er-Jahre, mit der Ankunft von Giuseppe Carosso, hören die Trauben auf, offen verkauft zu werden: Galarin füllt endlich seine eigenen Weine ab. Weder Herbizide noch Pestizide, eine spontane Begrünung zwischen den Rebzeilen, und seit dem Jahrgang 2016 die Bio-Zertifizierung. Heute bewirtschaften Marco und Giovanni Carosso zusammen mit ihrem Vater rund 6 bis 8 Hektaren, bepflanzt mit Barbera, Nebbiolo, Arneis, Moscato, Freisa, Chardonnay und Pinot Noir. Seit 2006 sind der alte Stall und die Scheune zu einem Agriturismo geworden, mit Blick auf die Hügel der Langa und, in der Ferne, die Alpenkette.

Cascina Galarin - Le Querce Barbera d&

💚 Warum du es lieben wirst

Saftig
Würzig
Bio

«Le Querce, ‹die Eichen›. Eine Barbera, die niemanden beeindrucken will: Saft, Säure, ein Hauch Freisa fürs Parfüm, und diese Abfüllung im folgenden Sommer bei abnehmendem Mond. Der Genusswein für jeden Wochentag.» Charles

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Genaue Appellation: Barbera d'Asti DOCG

Rebsorte(n): 95% Barbera, 5% Freisa

Vinifikation & Ausbau: Sorgfältige Selektion der Trauben bei der Ernte. Gärung in kleinen Tanks von 30 bis 50 hl, mit sanftem Überpumpen. Maischestandzeit von 15 Tagen. Malolaktische Gärung im November und Dezember. Abfüllung im darauffolgenden Sommer, ausschliesslich bei abnehmendem Mond. Die Reben stehen in Castagnole delle Lanze auf tonig-kalkigen Böden, Südwestexposition, 250 Meter über Meer, im modifizierten Bogen-Guyot-Schnitt erzogen.

Region: Piemont

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Zu Pasta mit Bratwurstragù, einem Teller Orecchiette mit Tomate und Nduja, einem gegrillten Entrecôte oder einer Platte nicht zu reifer piemontesischer Käse. Der Wein, der jedes spontane Essen rettet.

Weintyp: trocken

Land: Italien

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026 - 2030

Serviertipp: In der Flasche servieren

Serviertemperatur: 16° - 17°

Format: 75 cl

Dunkles Rot mit purpurnen Reflexen – die volle, ehrliche Farbe einer gut gereiften Barbera.

Nase: zuerst Cassis, dann Erdbeere und Heidelbeere, dazu die florale, leicht pfeffrige Note, die die 5% Freisa in den Verschnitt bringen. Nichts Kompliziertes, alles gut lesbar.

Gaumen: mittlerer Körper, getragen von einer erfrischenden Säure, die den Speichelfluss anregt und sofort nach etwas Essbarem verlangt. Die Tannine sind weich, geschmeidig, ohne jede Show.

Abgang: bleibt beim roten Fruchtaroma, mit einer leichten Mandelbitterkeit ganz am Schluss – die Signatur der Rebsorte. Eine fröhliche, unkomplizierte Barbera für den Alltag, die genau das liefert, was man von ihr erwartet.

Alles beginnt Ende des 18. Jahrhunderts in Castagnole delle Lanze, zwischen Langhe und Monferrato. Die Vorfahren der Familie Carosso bauen den Hof Stein für Stein auf und schnitzen einen Hahn in die Holztür des Kellers. Dieser Hahn ist zum Logo des Hauses geworden – und Galarin ist der Spitzname, den die Familie seit jeher trägt. Das Weingut bewirtschaftet seine Reben bereits seit 1781, doch erst Ende der 1980er-Jahre, mit der Ankunft von Giuseppe Carosso, hören die Trauben auf, offen verkauft zu werden: Galarin füllt endlich seine eigenen Weine ab. Weder Herbizide noch Pestizide, eine spontane Begrünung zwischen den Rebzeilen, und seit dem Jahrgang 2016 die Bio-Zertifizierung. Heute bewirtschaften Marco und Giovanni Carosso zusammen mit ihrem Vater rund 6 bis 8 Hektaren, bepflanzt mit Barbera, Nebbiolo, Arneis, Moscato, Freisa, Chardonnay und Pinot Noir. Seit 2006 sind der alte Stall und die Scheune zu einem Agriturismo geworden, mit Blick auf die Hügel der Langa und, in der Ferne, die Alpenkette.

Julien Pilon - Rue des Poissonniers Saint-Joseph Rot 2021

💚 Warum du es lieben wirst

Pfeffrig
Rauchig
Komplex

« Eine Adresse aus dem 18. Arrondissement, mitten in den schönen Lagen des nördlichen Rhonetals: Julien Pilon hat ein Stück seines Pariser Lebens in diese Syrah aus granitischem Sand gelegt, und man spürt es bei jedem Schluck. » Charles

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Genaue Appellation: AOC Saint-Joseph

Rebsorte(n): 100% Syrah

Vinifikation & Ausbau: Parzellen im nördlichen Teil der Appellation, auf granitischen Sandböden gepflanzt. Handlese, Trauben vollständig entrappt und angequetscht. Vinifikation im offenen Edelstahltank während rund drei Wochen, mit häufigen Remontagen. Ausbau von 12 Monaten in Barriques zu 225 und 500 Litern, davon 10% neues Holz.

Region: Nördliches Rhonetal

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein Schweinsfilet mit Senf, ein Rindfleisch mit Schalotten, ein mit Thymian geröstetes Lammkarree. Zum Apéro passen eine Hasenterrine oder eine feine Bergcharcuterie perfekt.

Weintyp: Trocken

Land: Frankreich

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026 - 2032

Serviertipp: Eine Stunde dekantieren

Serviertemperatur: 15° - 16°

Format: 75 cl

Dichte, dunkelrote Robe mit violetten Reflexen. In der Nase öffnen sich zerdrückte Himbeere und Cassis, dann steigen Pfeffer, Veilchen und diese speckige, fast rauchige Note auf, die die grossen Syrah des Nordens verrät. Am Gaumen ist der Wein voll, mit einer cremigen Textur, die den Gaumen umhüllt, ohne ihn je zu beschweren. Der Granit leistet seine Arbeit: Er strafft den Wein, bringt Licht hinein und verhindert, dass die Substanz träge wird. Die Tannine sind fein, knackig, bereits geglättet durch die zwölf Monate im Barrique. Der Abgang bleibt saftig, lang, mit süssen Gewürznoten. Man kann ihn schon jetzt öffnen, doch dieser 2021er hält locker die Distanz.

Julien Pilon hat seine Domaine aus dem Nichts aufgebaut. Kein Erbe, keine Familienparzelle, nur eine Besessenheit, die in der Primarschule entstand, als die Dorflehrerin mit ihren Schülern wilde Trauben pflücken ging, um sie zu vinifizieren. Diese Lehrerin hiess Pascale Gaillard. Jahre später war es ihr Ehemann, der Winzer Pierre Gaillard, der ihn im Roussillon anstellte. Dazwischen: ein BTS im dualen System bei Yves Cuilleron, das Mas Amiel in Maury, Spanien bei Terra Remota, dann eine einjährige Weltreise mit der Familie, bevor es zurück nach Chavanay ging. Erster Jahrgang 2010, in der Garage seiner Eltern, mit einer Handelsstruktur, da keine eigenen Reben verfügbar waren. Heute: fünf eigene Hektaren rund um Condrieu, frisch gelesene Trauben von benachbarten Lagen zugekauft, ein kleines Team, in dem jede und jeder überall mit anpackt, und ein neuer Keller, eingeweiht im Sommer 2020. Seine Linie: den Ausbau parzellenweise pflegen, ohne festes Rezept, damit jedes Terroir für sich selbst spricht.

Clos de la Barthassade - Cuvée H Languedoc Rot 2025

💚 Warum du es lieben wirst

Fruchtig
Würzig
Bio

«Der Zugang zum Weingut – und wahrscheinlich die am besten platzierte Flasche des Languedoc zu diesem Preis. Ein Rotwein, der nach Garrigue duftet, sich trinkt, wie er atmet, und den man gleich kartonweise nachkauft.» Charles

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Genaue Appellation: AOP Languedoc

Rebsorte(n): 70% Syrah, 15% Mourvèdre, 15% Grenache

Vinifikation & Ausbau: Steinige Terrassen aus kalkhaltigem Geröll. Der Mourvèdre stammt von der Parzelle La Barthassade in Montpeyroux, der Syrah vom Bois de Paulhau und die Grenache von den Combariolles in Jonquières. Handlese, 50% Ganztraubenvergärung. Arbeit im Schwerkraftverfahren, Vergärung mit einheimischen Hefen und Temperaturkontrolle. Remontage während zwei Dritteln der Gärung, danach Pigeage. Dreiwöchige Mazeration. 10 Monate Ausbau, zu 80% im Edelstahltank und zu 20% in Barriques.

Region: Languedoc

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Wie gemacht für gegrilltes rotes Fleisch und den Barbecue-Abend mit Freunden. Auch zu würziger asiatischer Küche, einem Lamm-Curry oder Miso-gerösteten Auberginen macht er eine gute Figur.

Weintyp: Trocken

Land: Frankreich

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026 - 2030

Serviertipp: In der Flasche servieren

Serviertemperatur: 15° - 16°

Format: 75 cl

Dunkles, glänzendes Rubinrot mit violetten Reflexen. In der Nase geht es direkt auf frische, dunkle Frucht – Brombeere und Heidelbeere –, dazu dieser Hauch schwarze Olivenpaste, der sofort die südländische Kulisse setzt. Dahinter kommt Pfeffer, dann ein Hauch Garrigue, sonnenerwärmter Thymian und Rosmarin. Am Gaumen ein direkter, saftiger Antritt, ohne Schwere: Die Substanz bleibt fliessend, getragen von feinen Tanninen und einer Säure, die immer wieder nachlegt. Der Ganztraubenanteil von 50% schenkt diese blumige Textur und dieses knackige Gefühl. Der Abgang ist frisch, leicht würzig, mit genau der richtigen Portion edler Bitterkeit, um Lust auf das nächste Glas zu machen. Ein Wein zum Trinken im schönsten Sinne des Wortes.

Hélène und Guillaume Baron haben ihr Handwerk weit von hier gelernt: in Burgund bei Dominique Derain, bei der Pousse d'Or, bei Sylvain Pataille, und dann in der Provence auf dem Domaine de Trévallon. Genug, um Weisse nach burgundischer Art und Rote mit Zurückhaltung auszubauen. Seit den 2000er-Jahren beeindruckt von dem, was die Terrasses du Larzac hervorbrachten, suchten sie mehrere Jahre lang nach den richtigen Reben, bis sie 2013 fündig wurden: 9,5 Hektar auf vier Parzellen in Montpeyroux, Jonquières und Saint-Saturnin, mit dreissig- bis vierzigjährigen Rebstöcken. Erster Jahrgang 2014. Das Weingut umfasst heute 13,2 Hektar, biologisch bewirtschaftet, mit möglichst wenig eingreifender Vinifikation. Der Name stammt vom okzitanischen Wort «bartàs», Busch oder Gestrüpp, und verweist auf das dichte Gehölz am Rand ihrer Parzellen in Montpeyroux. In zehn Jahren haben es ihre Weine an die besten Tische Frankreichs geschafft.

Litwan Wein - Elfingen Rüeget Pinot Noir Aargau Rot 2023

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Fruchtig
Rauchig
Biodynamisch

«Diese 0.9 ha grosse Hangparzelle, die 2'000 Flaschen produziert, ergibt einen grossen Pinot: Man könnte an einen Clos Vougeot mit Berggeist denken!» Charles

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Genaue Appellation: Aargau

Rebsorte(n): Pinot Noir

Vinifikation & Ausbau: Spontangärung, 10 Tage Gärung, 20% ganze Trauben. 18 Monate Ausbau in Burgunder-Barriques.

Region: Aargau

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Boeuf Bourguignon.

Weintyp: Trocken

Land: Schweiz

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026-2035

Serviertipp: 1 Stunde dekantieren

Serviertemperatur: 16°

Format: 75 cl

In der Nase entfaltet sich sogleich ein schönes Aroma von reifen roten Früchten und Burlat-Kirsche, mit einer rauchigen, graphitigen Note, die ein schönes mergelhaltiges Terroir verrät. Am Gaumen folgt eine seidige Textur, getragen von einer frischen Säure und einem feinen, fast puderartigen Tannin. Man erahnt die Handschrift der Ganztraubenvergärung: ein leichtes würziges Korn, eine luftige Anmutung trotz der Substanz. Der Abgang zieht sich mineralisch hin, mit Noten von Unterholz und hellem Tabak. Ein Schweizer Pinot Noir, der sich vor seinen burgundischen Cousins nicht zu verstecken braucht.

Tom Litwans Abenteuer begann 2006, und die Qualität seiner Weine sprengte schnell seine Bekanntheit über den Kreis der Insider hinaus. Heute verfügt er über 5,5 Hektar Rebfläche, die vollständig biodynamisch bewirtschaftet werden, eine Philosophie, die 2018 durch die Übernahme des historischen Weinbergs von Walter Haefliger in Oberhof noch verstärkt wurde. Mit einer guten Portion Humor sagt Tom: «Mir gehört nichts. Ich habe bei Null angefangen und werde zu nichts kommen!» Das ist natürlich ein Scherz! Gemessen an der aussergewöhnlichen Qualität seiner Pinot-Noir-Lagenweine wecken seine Weine das Interesse von Liebhabern und Meinungsbildnern. Tom Litwan etabliert sich als unverzichtbare Figur, die beweist, dass man bei Null anfangen und die Spitze der Exzellenz und des Terroirs erreichen kann.

Clos Sauvage - Fauves Beaujolais Leynes (langer Ausbau) Rot 2024

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Exklusiv
Fruchtig
Bio

«Zwei Hektar alte, aufgegebene Reben, übernommen auf 450 Metern Höhe. Der Gamay hat sich dort etwas Unbändiges bewahrt. Winzigste Produktion von einigen hundert Flaschen. Ein herrlicher Genusswein, 20 Monate im Barrique ausgebaut, ohne dabei zu markieren – das ist Spitzenhandwerk!» Charles

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Genaue Appellation: AOC Beaujolais-Leynes (kommunale geografische Bezeichnung)

Rebsorte(n): 100% Gamay

Vinifikation & Ausbau: Handlese in kleinen Kisten. Vollständig entrappte Trauben. Spontane Gärung mit einheimischen Hefen bei niedriger Temperatur für eine langsame, sanfte Extraktion. Leichte Pigeages. Kurzer Ausbau im Tank, frühe Abfüllung, um Frucht und Spannung zu bewahren.

Region: Beaujolais

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Eine Charcuterieplatte aus dem Mâconnais, eine noch warme Brioche-Wurst, eine gegrillte Andouillette, ein mit Thymian gebratenes Poulet. Macht sich auch ganz allein sehr gut, leicht gekühlt, an einem Sonntagnachmittag.

Weintyp: trocken

Land: Frankreich

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026–2031

Serviertipp: In der Flasche servieren

Serviertemperatur: 14°–15°

Format: 75 cl

Die Nase beginnt mit frischer Kirsche, Kirschkern, einem Hauch weissem Pfeffer und jenem Geruch von nassem Granit, den man im Beaujolais selten findet. Der Gaumen setzt knackig an, mit saftigem, spritzigem Fruchtfleisch, um sich dann zu straffen: Die Höhenlage tritt in den Vordergrund, die Salzigkeit setzt sich durch, die Tannine bleiben fein und pudrig. Nichts Schweres, nichts Konfitüriges. Ein vollständig entrappter Gamay, weit entfernt von der in der Region üblichen Kohlensäuremazeration, der auf Linie statt auf Fülle setzt. Der Abgang knallt auf roter Frucht und hinterlässt einen frischen Mund.

David und Sophie Devynck hauchen vier Hektar alter Reben im Süden Burgunds neues Leben ein. Ihr Clos Sauvage, ein wahres Biodiversitäts-Refugium auf 450 Metern Höhe auf Granit- und Tonkalkböden, bringt Weine von schlichter Intensität und seltener Authentizität hervor. Seit 2023 wurde das Weingut um eine Parzelle in Saint-Véran bereichert, die einst dem verstorbenen Denis Jeandeau gehörte, und führt so sein Erbe mit bemerkenswerter Eleganz fort. Im vollen Aufschwung und kürzlich von der RVF ausgezeichnet, etabliert sich das Clos Sauvage als unumgängliche Adresse für Liebhaber aufrichtiger, tiefgründiger Burgunder. Eine vertrauliche Produktion, nur im Rahmen von Zuteilungen erhältlich, die das Wesen eines bewahrten Terroirs einfängt.

Julien Pilon - Buveur d&

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Pfeffrig
Fruchtig
Elegant

«Eine Einzelparzelle und eine komplexe, bekömmliche Syrah mit Biss: der Crozes, den man ohne nachzudenken öffnet und ohne es zu merken leert.» Charles

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Genaue Appellation: AOC Crozes-Hermitage

Rebsorte(n): 100% Syrah

Vinifikation & Ausbau: Einzelparzelle in der Gemeinde Mercurol, lehmiger Boden mit Rollkieseln durchsetzt. Vinifikation im offenen Stahltank für rund drei Wochen, mit kurzen, aber häufigen Überpumpungen. Malolaktische Gärung im Barrique. 10 Monate Ausbau in gebrauchten Barriques, ohne neues Holz, um Frucht und Frische zu bewahren.

Region: Nördliches Rhonetal

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein auf der Glut angebratenes Rippenstück, eine Lammkeule mit Kräutern oder Tagliatelle mit Steinpilzen für die rauchige Note. Passt auch sehr gut zu einer Charcuterieplatte und einem cremigen Saint-Marcellin.

Weintyp: trocken

Land: Frankreich

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026–2031

Serviertipp: Eine Stunde dekantieren

Serviertemperatur: 15°–16°

Format: 75 cl

Das Kleid ist dunkel, violett, am Glasrand fast tintenschwarz. Die Nase beginnt mit Brombeere und frischer schwarzer Johannisbeere, wendet sich dann zu Veilchen und einer dezenten Rauchnote, wie von erlöschender Glut. Ein Hauch schwarze Olive und weisser Pfeffer verrät die nördliche Syrah. Der Gaumen setzt geradlinig an, mit knackiger Frucht des Jahrgangs 2021, bevor er sich zu einem samtigen Gewebe mit bereits geschmeidigen Tanninen rundet. Nichts wirkt schwer. Der Abgang zieht sich über Lakritz und eine feine Bitternote, die durstig macht. Ein Crozes von unmittelbarem Genuss, seriös in seinem Aufbau, grosszügig in seiner Geste.

Julien Pilon hat sein Weingut aus dem Nichts aufgebaut. Kein Erbe, keine Familienparzelle, nur eine Obsession, die in der Primarschule entstand, als die Dorflehrerin mit ihren Schülern wilde Trauben pflücken ging, um sie zu vinifizieren. Diese Lehrerin hiess Pascale Gaillard. Jahre später war es ihr Mann, der Winzer Pierre Gaillard, der ihn im Roussillon anstellte. Dazwischen: ein BTS im dualen System bei Yves Cuilleron, das Mas Amiel in Maury, Spanien bei Terra Remota, dann eine einjährige Weltreise mit der Familie vor der Rückkehr nach Chavanay. Erster Jahrgang 2010, in der Garage seiner Eltern, mit einer Handelsstruktur mangels eigener Reben. Heute fünf eigene Hektar rund um Condrieu, frisch zugekaufte Trauben von benachbarten Lagen, ein kleines Team, in dem jeder alles macht, und ein neuer Keller, eingeweiht im Sommer 2020. Seine Linie: den Ausbau parzellenweise pflegen, ohne feste Rezeptur, damit jedes Terroir für sich selbst spricht.

Domaine Castéra - Memoria VDF (Jurançon) Weiss Halbtrocken 2024

💚 Warum du es lieben wirst

Exklusiv
Fein holzig
Bio

«Eine äusserst seltene Cuvée, produziert in nur wenigen hundert Flaschen, mit einem Hauch von Nostalgie und Ewigkeit: Aus einem gemischten Satz alter Reben von 1971 entstanden, ist Memòria ein seltener, vor Emotion vibrierender Wein zwischen Lebendigkeit und samtiger Textur.» Max. 3 Flaschen Charles

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Format 75 cl

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Genaue Appellation: Vin de France (Terroir von Jurançon)

Rebsorte(n): Gemischter Satz aus Petit Manseng und Gros Manseng (Reben gepflanzt 1971 auf der Parzelle Caubeigt)

Vinifikation & Ausbau: Ausschliesslich Handlese mit strenger Selektion im Rebberg. Langsame, sanfte Ganztraubenpressung. Spontane Gärung dank einheimischer Hefen. Vinifikation und Ausbau von 10 Monaten auf der Vollhefe in Holzgebinden unterschiedlicher Grösse (Demi-Muids, Barriques) sowie in Sandstein-Eiern, um die Textur zu verfeinern und dabei die mineralische Klarheit der Frucht zu bewahren. Abschliessender Ausbau von 2 Monaten im Stahltank vor einer minimalen Filtration.

Region: Südwesten (Frankreich)

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ideal zu einer gebratenen Gänseleber mit milden Gewürzen, einem Kapaun mit Morcheln, einer raffinierten asiatischen Küche (Karamellschwein oder Thai-Curry) oder einem gereiften Pyrenäen-Schafskäse mit Quittenpaste.

Weintyp: Halbtrocken

Land: Frankreich

Farbe: Weiss

Trinkreife: 2026–2039

Serviertipp: Eine Stunde vor dem Servieren dekantieren

Serviertemperatur: 11°

Format: 75 cl

Unter einem intensiv goldenen, glänzenden Kleid zeigt dieser Jahrgang 2024 eine faszinierend komplexe Nase. Er verströmt Noten von frischer Ananas, Mango und Yuzuschale, umhüllt von Geissblatt und Bienenwachs, auf einer Basis von zerstossenem Stein. Am Gaumen offenbart sich eine meisterhafte Balance, wie sie einem grossen Wein zusteht: Der Antritt ist lebendig, fleischig, füllig und samtig, fast streichelnd, wird aber sogleich von der mineralischen und salzigen Spannung des Petit Manseng getragen. Ein geradliniges, schlankes Gerüst führt den Wein zu einem endlos anhaltenden, luftigen und speichelanregenden Abgang, unterstrichen von feinen, edlen Bitternoten. Ein Wein von purer Emotion.

Seit 1885 auf den Hängen von Monein verwurzelt, steht das Domaine Castéra für fünf Generationen bäuerlicher Weitergabe und Leidenschaft. Heute wird es von Franck Lihour geleitet, der 2014 nach internationalen Erfahrungen auf sein Heimatgut zurückkehrte. Die 12 Hektar sind vollständig biozertifiziert und integrieren biodynamische Praktiken. Auf 300 Metern Höhe, mit Blick auf die Pyrenäenkette, gedeihen die Reben an steilen Hängen auf tonig-kieselhaltigen und kalkhaltigen Böden. Die Philosophie hier ist absoluter Respekt vor dem Lebendigen: minimale Eingriffe, gehegte Böden und kontrollierte Erträge, um Weine voller Emotion zu formen, die von Reinheit und pyrenäischer Identität geprägt sind.

Maçanita - Maçanita Reserva Douro Rot 2023

💚 Warum du es lieben wirst

Fruchtig
Würzig
Bio

«António Maçanita, einer der wichtigsten Namen Portugals heute, präsentiert hier einen fruchtigen, reintönigen und vielschichtigen Douro, gemacht für eine schöne Tafel.» Charles

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Genaue Appellation: DOC Douro

Rebsorte(n): 40% Sousão, 40% Touriga Nacional, 20% Verschnitt traditioneller Rebsorten aus dem Douro

Vinifikation & Ausbau: Manuelle Lese in 18-kg-Kisten. Kaltmazeration, spontane Gärung, anschliessend 26 Tage Mazeration nach der Gärung auf der Maische. 18 Monate Ausbau in neutralen französischen Eichenfässern, die das Tannin polieren, ohne die Frucht zu überdecken.

Region: Douro (Covas do Douro)

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein Wein für Wild und kräftig gewürztes rotes Fleisch, der sich ebenso gut zu einer Platte gereifter Käse macht.

Weintyp: trocken

Land: Portugal

Farbe: Rot

Trinkreife: 2028–2036

Serviertipp: Eine Stunde dekantieren

Serviertemperatur: 16°

Format: 75 cl

In der Nase öffnet sich der Wein mit reifen dunklen Früchten und einer floralen Note – dem typischen Veilchenduft der Touriga Nacional –, getragen von der spritzigen Frische, die der Sousão stets mitbringt. Am Gaumen zeigt er sich konzentriert und fleischig, mit reifer Frucht, die den Gaumen füllt, ohne zu überladen. Das Tannin, durch achtzehn Monate im Fass abgerundet, legt sich sanft an, und der Abgang zieht sich anhaltend über eine dichte, befriedigende Textur. Ein grosszügiger Douro, gemacht für den Tisch statt für die Kontemplation.

Joana und António Maçanita sind Geschwister, seit über zwanzig Jahren Freunde und Partner – eine Verbundenheit, die auf achtzehn gemeinsam besuchten Weingütern quer durch Portugal gewachsen ist. Maçanita Vinhos entstand aus diesem lang gehegten gemeinsamen Traum: endlich ein eigenes Weingut zu zweit. António, einer der derzeit meistbeachteten portugiesischen Winzer, arbeitet heute in mehreren Regionen und berät andere Produzenten – doch auf der Quinta Senhora do Carmo in Covas do Douro, an der Seite seiner Schwester, findet er zum Kern seines Handwerks zurück: autochthone Rebsorten, Höhenlage, eine terroirbewusste Weinbergsarbeit. Jede Cuvée trägt die Spuren ihrer Gespräche, mal lebhaft, immer verbunden. Ein Wein von vier Händen – im wahrsten Sinne.

Steve Bettschen - METAPHUSIS - Mondeuse le Clos de JD VDP des trois lacs Rot 2024

💚 Warum du es lieben wirst

Frisch
Würzig
Biodynamisch

«Die beste Schweizer Mondeuse am Bielersee, produziert in 370 Flaschen – eine Bergrebsorte aus den französischen Alpen, gepflanzt, wo man sie nicht erwartet: die Art von Flasche mit 10% Alkohol, die man nirgends sonst findet und die mir sehr gefällt.» Charles

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Genaue Appellation: Vin de Pays des Trois Lacs

Rebsorte(n): 100% Mondeuse

Vinifikation & Ausbau: Trauben von einer ausgewählten Parzelle in der Region der Drei Seen. Nicht-interventionistische Vinifikation mit einheimischen Hefen und minimalem Zusatz, ganz im Geist des Weinguts.

Region: Drei Seen

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Eine Kohlwurst mit Waadtländer Papet, ein Schweinebraten mit Kräutern, eine Platte geräucherter Charcuterie. Die Mondeuse harmoniert auch sehr gut mit Rotschmierkäse und deftigen Schmorgerichten der kalten Jahreszeit.

Weintyp: trocken

Land: Schweiz

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026–2032

Serviertipp: In der Flasche servieren

Serviertemperatur: 15°–16°

Format: 75 cl

Die Nase beginnt mit zerdrückter Himbeere und Johannisbeere, wendet sich dann zu schwarzem Pfeffer, Veilchen und einer edlen grünen Note, irgendwo zwischen Cassisblatt und frischer Minze. Die Mondeuse täuscht nicht: Der Gaumen setzt geradlinig an, fast nervös, mit einer Säure, die knackt, und festen, aber gut gezeichneten Tanninen. Nichts Schweres, nichts Konfitüriges. Die Struktur bleibt schlank, gespannt durch die Frische des Jahrgangs und den Einfluss des Sees. Der Abgang kehrt zu den Gewürzen zurück und hinterlässt ein speichelanregendes Gefühl, das sofort nach dem nächsten Schluck ruft. Ein Rotwein mit Charakter, leicht gekühlt zu servieren.

Als leidenschaftlicher Autodidakt wandte sich Steve Bettschen nach einem Chemiestudium an der EPFL dem Wein zu, zunächst mit einem Praktikum bei einem bekannten Weinhändler in Gland, das sich über elf Jahre erstreckte. 2007 erwarb er einen alten Petite-Arvine-Rebberg bei Conthey im Wallis und begann, ihn mit der Unterstützung von Marie-Thérèse Chappaz zu vinifizieren. Heute produziert er aus seinem in der Garage in La Sarraz eingerichteten Keller rund zwanzig Weine unter den Namen PHUSIS und MetaPHUSIS für zugekaufte Trauben, von Reben aus der ganzen Romandie, grösstenteils biodynamisch bewirtschaftet. Seine Philosophie beruht auf einer engen Zusammenarbeit mit der Rebe, die er als ein Wesen betrachtet, dem man zuhören sollte, statt es auszubeuten. Heute gehört Steve zur Schweizer Elite, und die gesamte Sommellerie reisst sich um seine Mikro-Cuvées, die in Auflagen von 150 bis 900 Flaschen produziert werden.

Domaine Payen - Prélud Le Crémant Rosé

💚 Warum du es lieben wirst

Lebendig
Rein
Bio

«Eine roséfarbene, lebhafte und deliziöse Cuvée, kreiert von einem neuen Star aus der Loire, der ein brachliegendes Weingut im Anjou zu neuem Leben erweckt hat.» Charles

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Genaue Appellation: Crémant de Loire

Rebsorte(n): Grolleau, Cabernet Franc

Vinifikation & Ausbau: Traditionelle Methode. 18 Monate Hefelager. Dosage extra-brut (3g/l).

Region: Anjou, Loiretal

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Perfekt als Aperitif, zu Tapas, einer feinen Wurstplatte oder leichten Meeresfrüchten. Ein idealer Begleiter für lange Sommerabende.

Weintyp: Schaumwein

Land: Frankreich

Farbe: rosé

Trinkreife: 2026 - 2030

Serviertipp: In der Flasche servieren

Serviertemperatur: 8° - 9°

Format: 75 cl

Dieser Crémant Rosé, eine Assemblage aus Grolleau und Cabernet Franc, besticht durch eine feine und lebhafte Perlage. Die Nase ist frisch, mit knackigen roten Früchten, Johannisbeeren und einer leicht floralen Note. Der Gaumen, geprägt durch eine extra-brut Dosage, bleibt von Anfang bis Ende lebendig, durstlöschend, ohne jemals ins Süssliche abzudriften. Achtzehn Monate Flaschenreifung verleihen ihm genau die richtige Textur, eine leichte Patina, die die Perle abrundet, ohne sie zu beschweren. Ein Rosé, der ernsthaft sprudelt, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen.

Ludovic Payen sollte eigentlich kein Winzer werden. Nach einem Wirtschaftsstudium und einigen Jahren im Finanzbereich wechselte er zum Weinbau, absolvierte eine Ausbildung an der Viti de Beaune und arbeitete anschliessend in anspruchsvollen Betrieben wie Comte Liger-Belair, Larrivet Haut-Brion und der Coulée de Serrant. Ende 2023 übernahm er mit Unterstützung seiner Familie ein 27 Hektar grosses Weingut in Chaudefonds-sur-Layon, mitten im Anjou Noir. Ein grösseres Projekt als ursprünglich gedacht, aber ein bereits bestehendes Team, das die Parzellen in- und auswendig kennt, hilft ihm, Schritt zu halten. Die Böden aus grünem und purpurfarbenem Schiefer geben den Ton an: ein Weinbau, der eher Authentizität als Zurschaustellung anstrebt, Handlese, indigene Hefen und eine unaufgeregte Umstellung auf biologischen Anbau. Hier lässt man das Terroir sprechen und verzichtet auf Künstlichkeit.

Domaine Payen - Prélud Le Rot Anjou 2025

💚 Warum du es lieben wirst

Saftig
Frisch
Bio

«Der Rotwein, der zum Reinbeissen ist und sich nie zu ernst nimmt: ein Grolleau, der die Brücke zwischen Aperitif und Essen schlägt, von einem grossen Namen signiert – da muss man zugreifen!» Charles

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Genaue Appellation: Anjou AOP

Rebsorte(n): 100% Grolleau

Vinifikation & Ausbau: Handlese. Kurze Infusionsweinbereitung über etwa eine Woche, um die Frucht zu bewahren und die Tanninextraktion zu begrenzen. Gärung mit autochthonen Hefen. Ausbau in Edelstahltanks, ohne Holzkontakt.

Region: Anjou, Loiretal

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein Wein, der leicht gekühlt zu einer Wurstplatte, einem saisonalen Barbecue oder einfach als Begleiter eines ausgedehnten Aperitifs mit Freunden serviert werden sollte.

Weintyp: trocken

Land: Frankreich

Farbe: rot

Trinkreife: 2026 - 2028

Serviertipp: In der Flasche servieren, leicht gekühlt

Serviertemperatur: 13° - 14°

Format: 75 cl

Die Nase öffnet sich mit kleinen, knackigen, fast saftigen roten Früchten, mit einer leichten würzigen Note, die den Stil prägt. Der Gaumen folgt in der gleichen Energie: geschmeidig, fliessend, getragen von bereits geschmolzenen Tanninen, die nie versuchen, zu viel zu sein. Es ist ein Wein der Bewegung, lebendig und genussvoll, gemacht, um schnell und unkompliziert getrunken zu werden, mit einer Frische, die seinen ganzen Charme ausmacht.

Ludovic Payen sollte eigentlich kein Winzer werden. Nach einem Handelsstudium und einigen Jahren im Finanzwesen wechselte er zum Weinbau, absolvierte eine Ausbildung an der Viti de Beaune und arbeitete anschliessend bei renommierten Weingütern wie Comte Liger-Belair, Larrivet Haut-Brion und La Coulée de Serrant. Ende 2023 übernahm er mit Unterstützung seiner Familie ein 27 Hektar grosses Weingut in Chaudefonds-sur-Layon, mitten im Anjou Noir. Ein grösseres Projekt als ursprünglich geplant, aber ein bereits eingespieltes Team, das die Parzellen in- und auswendig kennt, hilft ihm, das Tempo zu halten. Die grünen und purpurfarbenen Schieferböden geben den Ton an: ein Weinbau, der eher Authentizität als Demonstration sucht, Handlese, indigene Hefen und eine Umstellung auf biologischen Anbau, die ohne Eile durchgeführt wird. Hier lässt man das Terroir sprechen und vermeidet Künstlichkeit.

Can Verdura - Supernova Moll Mallorca Weiss 2024

💚 Warum du es lieben wirst

Salzig
Rein
Bio

«Der reinste und aufrichtigste Ausdruck Mallorcas: ein handwerklich hergestellter Weisswein mit subtilem und eindringlichem Profil, geleitet von einer salzigen Frische, die die ganze Seele der mediterranen Macchia einfängt.» Charles

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Genaue Appellation: Binissalem DO (Mallorca)

Rebsorte(n): 100% Moll (auch bekannt als Prensal Blanc, autochthone Weissweinsorte aus Mallorca).

Vinifikation & Ausbau: Sorgfältige, handwerkliche Praktiken, um die Brillanz der Rebsorte zu bewahren. 20% des Weins gären in 500-Liter-Eichenfässern, während die restlichen 80% in Edelstahltanks gären und ausgebaut werden. Die gesamte Cuvée reift drei Monate lang auf der Feinhefe, um Fülle und Textur zu verleihen und gleichzeitig eine kristalline Spannung zu bewahren.

Region: Balearen, Spanien (Mallorca / Binissalem)

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein idealer Weisswein für die gehobene Küche zu jodhaltigen und krautigen Gerichten. Hervorragend zu gegrilltem Weissfisch à la plancha, gebratenen Calamari mit Knoblauch und Petersilie, einem Meeresfrüchtereis oder einem Oktopussalat mit frischem Fenchel. Auch wunderbar zu frischem Ziegenkäse.

Weintyp: Trockener Weisswein / Ausgewogen, salzig und aromatisch

Land: Spanien

Farbe: Weiss

Trinkreife: 2026 - 2029

Serviertipp: Nicht zu stark gekühlt servieren, damit sich die langsame aromatische Entfaltung nicht blockiert. Nimm dir Zeit, ihn sich im Glas entfalten zu sehen.

Serviertemperatur: 10° - 11°

Format: 75 cl

Alkoholgehalt: 12.5% vol.

Der Supernova Moll 2024 ist ein Weisswein voller Jugendlichkeit, Ernsthaftigkeit und Eleganz. Die subtile und sich einschmeichelnde Nase sucht nicht nach Überschwang, fesselt aber sofort die Aufmerksamkeit durch ein hervorragendes Gefühl von Intensität. Beim Lüften im Glas öffnet er sich langsam und enthüllt edle kräuterige Noten mit einem tief mediterranen Charakter, dominiert von Fenchel und Anis. Am Gaumen ist die Reife perfekt beherrscht (12,5% vol.). Das Profil ist ausgewogen, frisch, zart und besonders klar. Der Saft zieht sich geradlinig hin, bevor er in einem lebendigen Abgang endet, der von einem köstlichen salzigen Twist und einer feinen, speichelanregenden Bitterkeit geprägt ist.

Das Weingut Can Verdura liegt im Herzen der Appellation Binissalem auf Mallorca und ist das persönliche und leidenschaftliche Projekt von Tomeu Llabrés. Als wahrer Terroir-Entdecker und Verfechter lokaler Traditionen hat er es sich zur Aufgabe gemacht, den autochthonen Rebsorten der Insel, die oft zugunsten internationaler Sorten in Vergessenheit geraten sind, wieder zu ihrem früheren Glanz zu verhelfen. Das Weingut wird in traditioneller und bodenschonender Weise bewirtschaftet und gedeiht auf kalkreichen Böden, die von den maritimen Einflüssen des Mittelmeers geprägt sind. Mit seiner Supernova-Reihe kreiert Tomeu Weine von chirurgischer Präzision, die weit entfernt sind von den Klischees schwerer südlicher Weissweine, und legt dabei stets Wert auf Frische, Bekömmlichkeit und die geologische Identität.

Maison Cap - Pinot Noir Bielersee Rot 2024

💚 Warum du es lieben wirst

Fruchtig
Mineralisch
Bio

«Der reine Glanz der Rebe auf Kalkstein: ein Pinot Noir von luftiger Finesse, bei dem die knackige Frucht mit der mineralischen Frische des Sees und einem rauchigen Hauch in Dialog tritt.» Charles

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Genaue Appellation: Bielersee AOC

Rebsorte(n): 100% Pinot Noir

Vinifikation & Ausbau: Manuelle Ernte bei voller Reife. Gärung mit indigenen Hefen und sanfte Maischestandzeit, um die aromatische Zartheit zu bewahren. Sorgfältiger Ausbau in Tanks oder gebrauchten Holzfässern, um die Struktur zu verfeinern, ohne den Saft durch Holznoten zu prägen und somit die Reinheit der Frucht zu erhalten.

Region: Schweiz (Bielersee / Ligerz)

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ideal zu Entenbrust mit Kirschen, Kalbsfilet mit Morcheln oder einer Käseplatte mit gereiftem Käse (Alp-Greyerzer). Seine Frische macht ihn auch zu einem hervorragenden Begleiter für eine raffinierte vegetarische Küche.

Weintyp: Trockener Rotwein / Fein und Elegant

Land: Schweiz

Farbe: rot

Trinkreife: 2026 - 2032

Serviertipp: Leicht gekühlt servieren, um seine fruchtige Brillanz zu unterstreichen.

Serviertemperatur: 14° - 16°

Format: 75 cl

Der Pinot Noir 2024 von Maison Cap ist eine sensorische Liebkosung. Getreu dem Stil des Guts bevorzugt er die Infusion gegenüber der Extraktion. Die Nase öffnet sich mit einem strahlenden Bouquet von kleinen roten Früchten (Kirsche, Waldhimbeere) und zarten Noten von Pfingstrose. Am Gaumen ist die Textur bemerkenswert seidig, getragen von feinen Tanninen und einer lebendigen Säure, die den Wein verlängert. Der Abgang ist klar, salzig und von grosser Verdaulichkeit, mit der für die besten Hänge von Ligerz typischen Kalksteinmineralität. Ein Rotwein voller Finesse und Eleganz.

Die Maison Cap mit Sitz in Ligerz entstand 2021 aus der gemeinsamen Leidenschaft von Morgane Page und Yannick Allemand. Dieses engagierte Winzerduo hegt einen Traum: authentische, präzise und ausdrucksstarke Weine zu erzeugen, in perfekter Harmonie mit der Natur. Ihr Ansatz basiert auf absolutem Respekt vor dem Land, mit einem biologisch zertifizierten Weinbau (CH-BIO-006). Im Keller wird die Philosophie des kontrollierten «Laissez-faire» verfolgt: natürliche Gärung mit indigenen Hefen und minimale Eingriffe. Ihre Reben erstrecken sich über zwei Regionen mit starken Identitäten: die Ufer des Bielersees und die Hänge von Fully im Wallis, die Weine hervorbringen, die die Authentizität des Reichtums ihrer Terroirs widerspiegeln.

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