Den Weinkeller von Christophe Abbet in Martigny-Bourg, einer ehemaligen Schmiede, zu betreten, ist ein besonderes Erlebnis. Der geschichtsträchtige Ort schafft eine mystische Atmosphäre, in der Stein, Holz und die Werke von Edouard Faro in einem vibrierenden Schweigen miteinander in Dialog treten. Dort erscheint Christophe Abbet, oft als «enfant terrible» oder «Poet des Wallis» beschrieben, ein Winzer, der sich weigert, katalogisiert zu werden. Sein Ansatz ist geprägt von dem Wunsch, sich zurückzuziehen und den Menschen zugunsten des reinen Ausdrucks des Lebendigen in den Hintergrund treten zu lassen. Er sucht den Augenblick der Gnade, in dem die Abwesenheit von Eingriffen das Wesen des Weins offenbart, im Gegensatz zu übermässig interventionistischen Handlungen. Seine Philosophie ist die des Aussenseiters, eine Suche nach freier Existenz für seine Gewächse. Heute teilt er diese Vision mit Hugo Pozzo di Borgo in einer Zusammenarbeit, die sie «geteilte Polyvalenz» nennen. Gemeinsam produzieren sie im Geheimen 25'000 Flaschen aus einer freien und sensiblen Vinifikation. Ihre Welt ist wunderbar, aber sehr gefragt, und wir freuen uns, dir einige Flaschen davon enthüllen zu können.