Der Name Clavel ist eine Geschichte, die im Languedoc widerhallt, von seinem Großvater Jean, einem Pionier und Handwerker der AOC, bis zu seinem Vater Pierre, dem ersten, der in der Familie Wein herstellte. Auf diesem reichen Erbe hat Antoine Clavel seine eigene Vision geschmiedet, einen kühnen Ansatz, der sich in zwei Terroirs ausdrückt, die scheinbar alles entgegenzusetzen haben. Einerseits eine Vorliebe für die steilen Hänge von Port-Vendres, ein Balkon zum Meer, wo alte Grenache- und Carignan-Reben an einem Schiefer- und Granitboden kleben. Andererseits, auf der Familienfarm in Assas, geht er bewusst gegen die großen Kalkstein-Terroirs an, um das anzubauen, was er "Kartoffelboden" nennt, tiefere Böden mit größeren Wasserreserven. Dieser Ansatz, der provokativ erscheinen mag, ist in Wirklichkeit eine Zukunftsvision, um dem Klimawandel zu begegnen. In diesen beiden Welten pflegt Antoine eine Besessenheit für Details, von der Auswahl der Pflanzen (bei Lilian Berrillon) über das innovative Management seiner Gründüngung bis hin zu geringen Pflanzdichten. Das Ergebnis, im Betontank einfach vinifiziert, ist ganz nach seinem Bild: Weine von seltener Finesse und Tiefe, weit entfernt von massiven Körpern. Wie er so schön sagt, er macht keinen "Glou-Glou", sondern authentische Weine, die eine würdige Repräsentation seines Terroirs und seiner Philosophie sind.