Terra Vita Vinum - Bigottière Savennières Weiss 2021

Terra Vita Vinum - Bigottière Savennières Weiss 2021

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💚 Warum du es lieben wirst

Reduktiv
Selten
Biodynamisch

«26 Monate Ausbau in Amphore, Betonei und Halbmuid. Dann noch ein Jahr Ruhe in der Flasche vor dem Verkauf. Dieser Parzellenwein braucht vier Jahre Arbeit, bevor er auf die grössten Tische kommt. Dieser hier ist jetzt bereit – und er braucht niemanden mehr.» Charles (max. 3 Flaschen)

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Genaue Appellation: AOC Savennières, Lieu-dit La Bigottière (oberer Teil der Côte des Forges)

Rebsorte(n): 100% Chenin

Vinifikation & Ausbau: Ostexponierte Parzelle auf grünem Sandschiefer mit purpurnen Einsprengseln, Phtanit-Bänken und äolischen Sanden am Hangfuss. Manuelle Lese in 8-kg-Kisten, Selektion reihenweise. Vergärung mit den indigenen Hefen der Traube, ohne Bâtonnage, ohne Schönung oder Filtration. 26 Monate Ausbau, aufgeteilt auf Amphore, Betonei und Halbmuid. Vollständige malolaktische Gärung. Sulfite auf ein striktes Minimum reduziert, erst nach der Malo zugesetzt.

Region: Loiretal, Anjou Noir

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Ein gegrillter Hummer mit Butter, ein Loué-Geflügel an Rahm und Morcheln, Kalbsbries, ein ganzer Steinbutt. Auch fettreiche Fische wie Makrele oder hausgemachter Räucherlachs. Zum Abschluss ein lang gereifter Comté oder ein alter Sainte-Maure.

Weintyp: trocken

Land: Frankreich

Farbe: weiss

Trinkreife: 2026 - 2038

Serviertipp: Eine Stunde dekantieren

Serviertemperatur: 12° - 13°

Format: 75 cl

Blassgoldenes Kleid mit fast metallischem Schimmer. In der Nase zunächst reife Zitrone und Mirabelle, dann setzt sich der Rauch fest, mit getrockneten Blüten, Quitte und jenem Duft von nassem Feuerstein, den man in den grossen Schieferchenins findet. Am Gaumen dicht und fleischig, der Alkohol trägt die Substanz, ohne je zu wärmen. Dann übernimmt das Terroir wieder das Kommando: Die Spannung kehrt zurück, die Salzigkeit legt sich ab, und eine edle Bitterkeit überzieht den Gaumen, bevor der Abgang mit Aromen von Zitrusschale und heissem Stein wieder aufnimmt. Ein tellurischer Chenin, noch jung, der vom Warten profitieren wird. 2021 war ein kleiner, schwieriger Jahrgang an der Loire. Hier hat das Terroir am Ende das letzte Wort behalten.

Gegenüber von Savennières, südlich von Angers, verdankt der Anjou Noir seinen Namen seinen dunklen Gesteinen: Schiefer, Gneis, Rhyolith, Granit. Das Armorikanische Massiv, das Gegenstück zu den Kalkböden des Saumurois. Genau dort haben Bénédicte Petit, ehemalige Weinhändlerin aus Nantes, und Luc Briand, Winzersohn und späterer Vermögensverwalter, 2019 alles hingeworfen, um das Domaine Richou zu übernehmen, ein seit drei Generationen in Mozé-sur-Louet ansässiges Weingut. Sie tauften es um in Terra Vita Vinum: die Erde, das Leben, der Wein. Rund dreissig Hektaren Reben, verteilt auf Parzellen zwischen Aubance, Layon und Loire, seit 2020 Demeter-zertifiziert. Keine Zusatzstoffe im Keller, Vergärung mit indigenen Hefen, weder Bâtonnage noch Schönung. Luc Briand nennt gerne Jean-François Ganevat und Jules Chauvet als seine Referenzen. Und er wendet eine seltene Regel an: Jede Parzellen-Cuvée beendet ihren Ausbau in der Flasche auf dem Weingut, während einer Dauer, die mindestens der Hälfte ihrer Zeit im Keller entspricht. Niemand drängt sie.

 

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