Henri Bonneau - Les Rouliers VDF

Henri Bonneau - Les Rouliers VDF

Henri Bonneau - Les Rouliers VDF

💚 Warum du es lieben wirst

Rauchig
Würzig
Selten

«Bei Bonneau einzutreten heisst, durch eine Tür zu gehen, von der Weinliebhaber weltweit träumen: ein Wein ohne Jahrgang, von der Zeit patiniert, der die Seele eines grossen Châteauneuf trägt, ohne dessen Namen zu tragen.» Charles

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Genaue Appellation: Vin de France

Rebsorte(n): Grenache (alte Reben) als Hauptsorte, ergänzt durch Cinsault

Vinifikation & Ausbau: Handlese. Vergärung in Betontanks. Langer Ausbau in alten Foudres und Halbstückfässern in den Kellern des Weinguts. Verschnitt mehrerer Jahrgänge, ohne Jahrgangsangabe unter Losnummer vermarktet.

Region: Rhonetal (Gard)

Speiseempfehlung / Food-Pairing: Confierte Lammschulter mit Knoblauch, provenzalischer Schmorbraten, gebratene Taube mit Oliven oder eine hausgemachte Landpastete am grossen Tisch geteilt.

Weintyp: Trocken

Land: Frankreich

Farbe: Rot

Trinkreife: 2026-2032

Serviertipp: Eine Stunde dekantieren

Serviertemperatur: 16°-17°

Format: 75 cl

Man nähert sich ihm in Ruhe, wie beim Betreten eines alten Kellers. In der Nase zerdrückte Erdbeere und eingelegte Kirsche, dann Leder, sonnenwarme Garrigue und ein Hauch Sternanis. Am Gaumen gleitet er wie abgetragener Samt – weich und tief zugleich. Überraschend frisch, geerbt von Reben, die nach Norden ausgerichtet und von Wäldern umgeben sind. Die Tannine sind geschmeidig, der Abgang lang, durchzogen von einem Hauch Lavendel und feinen Gewürznoten. Ein Wein, der leise spricht – und dem man lange zuhört.

In Châteauneuf-du-Pape ist die Familie seit 1667 im Weinbau tätig, als die aus Italien stammenden Rebellin sich im Dorf niederliessen. Henri Bonneau, geboren 1938, verkörperte die zwölfte Generation. Ein wortkarger Bauer, meist in Latzhose, kelterte er sechs Jahrzehnte lang auf kaum sechs Hektaren, darunter ein Teil auf der Crau, der mythischen Lage der Appellation. Seinen Keller nannte er selbst «den Saustall»: ein feuchtes Labyrinth unter dem Dorf, wo alte, geschwärzte Foudres jahrelang schlummern und nur er die mit Kreide auf die Fässer geschriebenen Zeichen zu lesen wusste. Keine Cuvée wurde hier im Voraus festgelegt. «Die Verkostung entscheidet», wiederholte er gerne. Nach seinem Tod im März 2016 übergab er das Zepter an seinen Sohn Marcel, dreizehnte Generation, der diese Arbeitsweise fortführt, bei der die Zeit der wichtigste Mitarbeiter bleibt.

 

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